Wer sagt es denn, dass man nicht schon im Kindesalter Vorlieben für berufliche Präferenzen entwickeln kann? Bei mir war es so: Musik im Elternhaus, Filme über Moskau und Osteuropa im Fernsehen, ein Musik-, Sport- und Russischstudium mit erfolgreichem Universitäts-Abschluss als Magister (M.A.) und mit Lehramtsbefähigung sowie mein Gespür für die Zwischentöne und die feinen Nuancen der interkulturellen Kommunikation eröffneten mir zahlreiche Chancen für meine berufliche Karriere als Musikkritikerin und Kulturjournalistin bei führenden deutschen Medien wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem WDR und vielen anderen und natürlich meine spätere Tätigkeit als Osteuropakorrespondentin.
Anfang der 1990er Jahre folgte ich, mittlerweile zur ‚Expertin für russische Musik‘ avanciert, einer Einladung nach Russland und in die Ukraine, um über ein neunmonatiges sowjetisches Musikfestival mit zeitgenössischer deutscher Musik zu berichten. Intensive Erfahrungen und die mehr denn je entfachte Begeisterung für den Osten Europas und seine Menschen ließen meine Entscheidung reifen, mein Tätigkeitsfeld zu erweitern und als Korrespondentin in Kiew zu arbeiten. Da ging es los: intensive Begegnungen mit Künstlern, Politikern, Wissenschaftlern und einfach Menschen; viele von ihnen wurden meine Freunde; ständiges Sinnieren, was denn da nun anders sei in diesem Land und eine große Portion Liebe führten zum Eintauchen in die ukrainische Kultur und Lebensart mit allen Höhen und Tiefen.
Selbstverständlich wurde ich schnell auch mit den Möglichkeiten und Grenzen der ukrainischen Presse konfrontiert. Ich merkte, dass noch viel Entwicklungsarbeit für Qualität und Freiheit der ukrainischen Presse geleistet werden müsste. Aus Überzeugung und Glauben in die Fähigkeiten meiner ukrainischen Kolleginnen und Kollegen wurde ich Initiatorin und Mitgründerin einer Journalisten-Fortbildungsakademie. Fortan hatte ich vor Ort entscheidenden Anteil am aktiven Aufbau und der Förderung einer freien, unabhängigen und lesenswerten Presse in der Ukraine.
Ein weiterer Auftrag als Medienberaterin brachte mich nach Odessa, in die Stadt des Humors. Fasziniert von dem Puls dieser lebendigen Stadt am Meer und insbesondere der weltberühmten Oper in Odessa, bot sich mir die Möglichkeit, als Beraterin für die Öffentlichkeitsarbeit des einzigartigen Opernhauses sowie der ganzen Stadt aktiv zu werden. An diesem bedeutenden Ort verbanden sich wieder alle meine Fähigkeiten zu einem großen Ganzen, nämlich die fundierte Kenntnis von Musik und Kultur, meine Lust an Sprache, am Schreiben und am kulturpolitischen Engagement. Ich verfasste 2005 den ersten Reiseführer über Odessa. Es folgten mehrere Neuauflagen.
Als der mehrjährige Beraterauftrag in Odessa zu Ende ging, fing ich gleich ein Buch über die ganze Ukraine an. Es unterscheidet sich von herkömmlichen Reiseführern in der Weise, dass Sie mit mir gemeinsam reisen. Ich nehme Sie im Geiste mit und quasi „an die Hand“ auf meine Touren durch die Ukraine per Auto, Flugzeug, Zug oder Bus. Sie teile mit Ihnen meine ganz persönlichen Eindrücke über das Land und seine Menschen. Alle Stationen habe ich für Sie sozusagen „vorgekostet“. Sie können mit diesem Buch ganz individuell und selbstständig in der Ukraine zurechtkommen.
Unter dem Motto „Mithelfen, etwas aufzubauen“ arbeite ich weiter über das und in dem „Land am Rande“ (wie Ukraine wörtlich übersetzt heißt). Eine Reihe weiterer Reiseführer mit Herz steht auf dem Plan und sollen den interkulturellen und wirtschaftspolitischen Austausch zwischen Deutschland und der Ukraine fördern.
Gemeinsam mit meinen Partnern aus der Medienbranche, mit meinen Marketing-Beratern, mit Grafik-, Design- und Vertriebsleuten und vielen Freunden in Ost und West, die mir immer wieder zuhören und gelegentlich unentgeltlich meine Arbeit unterstützen sowie meinem Lebenspartner, der unerschütterlich meine in der Ukraine oft aufgeheizten Emotionen und Stimmungen aushält, möchte ich meine Mission/Vision verwirklichen, die Ukraine in Deutschland und der westlichen Welt bekannt zu machen und zum Reisen dorthin einzuladen. Denn in diesem Land leben Menschen, die es verdienen, verstanden zu werden. Für diese Menschen schlägt mein Herz!
Durch den Verkauf meiner Bücher unterstütze ich daher kulturelle Kleinprojekte in der Ukraine. Da gibt es zum Beispiel die Flötenklasse am Odessaer Konservatorium, die dringend neue Noten benötigt und gerne einmal einen Meisterkurs mit einem deutschem Lehrer abhalten möchte. Oder die Sänger in Odessa, die wegen der (noch) korrupten Opernleitung keine oder wenig Chancen haben, öffentlich aufzutreten und eine ordentliche Gage zu erhalten. Ihnen gilt mein Engagement, Ihnen möchte ich helfen, ihre Möglichkeiten zu erweitern und ihr Talent (auch bei uns) zu zeigen.
Jedes meiner Bücher über die Ukraine, das Sie bei mir direkt oder im Buchhandel erwerben, hilft ein Stück weit, diesen Menschen, Künstlern und Musikern eine Stimme zu verschaffen. Mit Ihrem Klick…