Kiew ist immer einen Besuch wert. Die vielen goldenen Kuppeln der zahlreichen Kirchen und Klöster leuchten einen schon von weitem an. Das „Lawra” Höhlenkloster ist von ihnen das bedeutendste. Und dann die Museen, die Philharmonie, die Oper! Alles das sollte man gesehen haben.
Auch ein Bummel durch die Designerläden auf der Hauptstraße Chreschtschatyk lohnt sich auf jeden Fall. Allerdings sind nicht nur die Qualität, sondern auch die Preise mit denen in Westeuropa vergleichbar.
Und dann genießen sie das reichhaltige Angebot der vielen Cafés oder Restaurants in der Stadt. Die Auswahl ist so groß, dass es mir oft schwerfällt, mich für eines zu entscheiden. Darum mein Tipp: Probieren Sie einfach so viele wie möglich aus.
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Das Geschäftsleben in Kiew finde ich stark vom Machtkampf geprägt. Alle wichtigen Behörden und Entscheidungsträger sitzen in Kiew. Ebenso die diplomatischen Vertretungen. Da prallen die Interessen schon mal aufeinander. Jede/r möchte vorne stehen. Die Stadtverwaltung von Kiew, die ukrainische Regierung, die Vertreter aus den östlichen Landesteilen der Ukraine der sogenannten früheren und auch heutigen Kaderschmiede – alle wollen sie ihren Einfluß in Kiew geltend machen.
Und dann ist da natürlich der "Maidan", der Platz der Unabhängigkeit. Dort wird nicht nur demonstriert, wenn es um wichtige politische Entscheidungen geht. Dort wird im Sommer auch getanzt und musiziert. Motorradfahrer stellen ihre schweren Maschinen zur Schau. Junge Leute fechten Schaukämpfe aus. Wer sich nicht in einem der Straßencafés und Restaurants niederlassen möchte, findet immer ein Plätzchen unter freiem Himmel, neben den Springbrunnen oder der Post und gegenüber, unterhalb des Hotels "Ukraina".
Auch auf den breiten Fußgängerwegen rechts und links des Chreschtschatyk geht es unter den Schatten spendenden Kastanienbäumen mitunter heiß her. Der Break dance ist echt sehenswert!
Wem die Stadt zu laut ist oder wer einmal etwas anderes sehen möchte, macht mit dem Taxi oder dem öffentlichen Kleinbus einen Ausflug in die Umgebung. Da gibt es zahlreiche sehenswerte Orte. Im Norden liegt das Kiewer Meer, ein riesiger Stausee. Im Süden gibt es einige neuere Hotels mit Wellnessmöglichkeiten, in denen man es gut ein paar Tage aushalten kann.
Wer freilich am Sonntag in das knapp zwanzig Kilometer entfernte Freilichtmuseum Pirogowa fährt, muss sich auf Andrang gefasst machen. Aber letztlich verlaufen sich die vielen Menschen dort. Spezialitäten gibt es allerhand: Oleksander Kotschubej, kocht über der offenen Feuerstelle den traditionellen Eintopf nach dem Rezept ukrainischer Kosaken. Und selbstverständlich gibt es ein Stück würziges ukrainisches Bauernbrot, belegt mit dem traditionellen Speck (Salo). Dazu etwas Knoblauch. Obendrauf wird der scharfe, mit rote Beete eingefärbte Meerettich gestrichen. Das müssen Sie unbedingt probieren! Und natürlich gehören 50 Gramm dazu. Wer noch mehr über die Traditionen der Kosaken erfahren will, besucht Oleksander Kotschubej im Museum der Kosaken. Klicken Sie hier www.strava.do.am und www.youtube.com/watch
Es ist schon ein Erlebnis am Stadtgeburtstag der ukrainischen Hauptstadt mit dem Fahrrad durch die abgesperrten Straßen von Kiew zu radeln. Auch für Nichtradler und Reisende zu internationalen Zielen war es ein Abenteuer. Denn die Miliz hatte so gut abgesperrt, dass die Fahrt zum Flughafen nur auf großen Umwegen möglich wurde und viel zusätzliche Zeit erforderte.
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